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Sprachtherapie Zentrum Oberhausen · Behandlung aller Sprach-, Sprech- & Stimmstörungen
Wiebke Ermert, Ute Mühlbäck
Tel.: (0208) 2 62 32
Fax: (0208) 2 76 27
E-Mail: zentrum@sprachtherapie-ob.de

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Sprachtherapie Zentrum Oberhausen · Behandlung aller Sprach-, Sprech- & Stimmstörungen
Wiebke Ermert, Ute Mühlbäck


Helmholtzstr. 112
46045 Oberhausen
Tel.: (0208) 2 62 32
Fax: (0208) 2 76 27
E-Mail: zentrum@sprachtherapie-ob.de


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Gesundheitsnews



Pandemie bremst viele Jugendliche und junge Erwachsene aus
Pandemie bremst viele Jugendliche und junge Erwachsene aus

Jeder Mensch spürt auf seine Art die Auswirkungen der Pandemie. „Am stärksten ausgebremst sind Jugendliche und junge Erwachsene“, stellt die Ergotherapeutin Miriam Leventic, DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.), fest. Die größtmögliche Dynamik in ihrer Entwicklung erleben Menschen im Alter von etwa sechzehn bis dreißig Jahren: Flügge werden, erste Erfahrungen in der Liebe machen, beruflich Fuß fassen und mehr. Dass es diese Gelegenheiten wegen abgesagter Abschlussfahrten und -feiern, online-Studium, Homeoffice und in Summe durch die soziale Isolation kaum gibt, hat Einfluss auf die Prägung dieser Altersgruppe. Ergotherapeut:innen erleben in ihrer täglichen Praxis Jugendliche und junge Erwachsene, die als Folge der Pandemie an Ängsten oder Depressionen leiden. Die Herausforderung: Patient:innen stabilisieren und gemeinsam in der Pandemie passende Lösungen entwickeln.

Die Belastungen durch die Pandemie wirken sich mit jedem Tag mehr auf die Menschen aus; es ist ein schleichender Prozess der Gewöhnung und der Veränderung. Die wenigsten nehmen jedoch eine solche allmähliche persönliche Veränderung – etwa ihrer Gemütslage oder ihres Verhaltens – selbst wahr. Andere wollen nicht realisieren, dass und wie sie sich verändern. Das sind ebenso Gründe für eine hohe Dunkelziffer von Menschen mit psychischen Belastungen wie die Wertung dieser Probleme in der Gesellschaft. „Das Positive ist, dass die Vorurteile gegenüber Menschen mit seelischen Belastungen, Störungen oder Erkrankungen zwangsläufig abnehmen, je mehr Betroffene es gibt“, stärkt Miriam Leventic diesen den Rücken. Die Ergotherapeutin berichtet, dass bei vielen ihrer Patient:innen aus der Altersgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsene zwar verstärkt Ängste oder Depressionen eine Rolle spielen, aber der Umgang damit allmählich offener, ehrlicher und dadurch besser wird. Sie schreibt diese Entwicklung sowohl den erfolgreichen Interventionen und der Aufklärungsarbeit ihrer eigenen Berufsgruppe als auch speziellen Kampagnen zu. Sie erwähnt unter anderem die Deutsche Depressionshilfe, die die Seite www.fideo.de ausschließlich für Jugendliche und junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren betreibt. Das Portal ermöglicht den Austausch mit Anderen, bietet Antworten und weitere Angebote wie beispielsweise einen Schnelltest – unverbindlich, kostenlos, anonym.

Viele Jugendliche und junge Erwachsene zusätzlich durch Ängste belastet „Seit Beginn der Pandemie sind Ängste ein zusätzliches Thema, das unsere Patient:innen begleitet“, sagt Leventic und nennt zunächst diejenigen, die eine COVID-Erkrankung durchgemacht haben. Die Ergotherapeutin versteht, welches Gefühlschaos gerade Jugendliche oder junge Erwachsene verspüren, die sich naturgemäß wegen ihres Alters unverletzbar fühlen. „Es ist keine Schwäche, sondern nachvollziehbar, wenn sich bei denjenigen Ängste entwickeln, die eine noch immer unerforschte Erkrankung durchgemacht haben, wochen- oder monatelang mit den Krankheitsfolgen zu tun hatten und darüber hinaus sozial isoliert waren“, veranschaulicht die Ergotherapeutin, was diese Menschen erlebt haben und was in ihnen vorgeht. Sie bestätigt, dass mit Long-Covid häufig psychische Beschwerden wie Ängste oder Depressionen einhergehen. Als weitere Personengruppe, die verstärkt unter Ängsten oder einer Verschlimmerung ihrer eigentlichen Problematik durch die Pandemie leiden, nennt sie Patient:innen, die bereits wegen Depressionen in Behandlung sind. Deren Situation hat sich durch eine Vielzahl von Einschränkungen verschlechtert; die zuvor vereinbarten Aktivitäten und Maßnahmen, um sie in ein aktiveres Leben zu bringen, scheitern in vielen Fällen an den Pandemie-bedingten Restriktionen.

Junge Eltern häufig im Dauerstress Die Dauerbelastung der Krise macht sich immer mehr auch bei vermeintlich gesunden jungen Erwachsenen bemerkbar. So wirkt sich beispielsweise Homeoffice in Kombination mit Homeschooling oder Betreuung von Kita-Kindern zuhause auf die gesamte Familie aus. Das hinterlässt Spuren, die nicht durch die Wiederöffnung von Schulen und Kitas von alleine wieder verschwinden. „Wir stellen eine Überforderung bei vielen Eltern und Alleinerziehenden fest, und das erst recht, wenn die Kinder eine Störung oder Entwicklungsverzögerung haben“, erklärt die Ergotherapeutin. Es war schon vor der Pandemie für Eltern oder Elternteile von Kindern mit Förderungsbedarf schwierig, Zeit für sich selbst zu finden und in Balance zu bleiben. Nicht selten fallen der Ergotherapeutin Leventic ebenso wie ihren Kolleg:innen bei der Elternanleitung Mütter oder Väter auf, die in einem sich zuspitzenden Tief stecken. Was viele nicht wissen oder bedenken: dass sie selbst Hilfe benötigen. „Eigene Bedürfnisse und Interessen lassen sich nicht unendlich zurückschrauben“, redet Leventic Müttern und Vätern ins Gewissen. Ausgleich, Abschalten, etwas für sich selbst tun sind wichtige Voraussetzungen, um als Eltern gegenüber den Kindern souverän und liebevoll zu handeln oder zu reagieren. Ergotherapeut:innen unterstützen Eltern beispielsweise, indem sie gemeinsam Wochenpläne ausarbeiten und gezielt Aktivitäten einplanen, die ausschließlich dem eigenen Wohl dienen, Freude und Ausgleich bringen und die ‚Speicher‘ füllen. Ergotherapeut:innen verwenden Interessenschecklisten, die Ideengeber und Fundgrube für längst vergessene Hobbies und Leidenschaften sind. Auch unterstützen Ergotherapeut:innen dabei, Prioritäten zu setzen, um mehr und mehr einen möglichst ausgeglichenen Alltag herbeizuführen – zum Wohle aller: der Eltern und der Kinder.

Mit Ergotherapeut:innen individuell passende Lösungen finden Der Alltag hat sich durch die Pandemie für alle Menschen enorm geändert und viele Ideen, die Ergotherapeut:innen vor der Pandemie gemeinsam mit ihren Patient:innen entwickelt haben, funktionieren jetzt nicht mehr. Eine Herausforderung für jede ergotherapeutische Praxis. Miriam Leventic betrachtet es als eine der derzeit vorrangigsten Aufgaben ihrer Berufsgruppe, ihre Patient:innen mit Ängsten und Depressionen zu stabilisieren, deren Blick zu erweitern und Möglichkeiten zu finden, trotz Einschränkungen aktiv und selbstwirksam zu sein. Die Ergotherapeutin vermittelt am Beispiel einer jungen Patientin mit ADS, einer Atemwegsproblematik und in der Pandemie entstandenen Ängsten, dass dies realisierbar ist. Die junge Frau vermied anfangs aus Angst vor einer Ansteckung den öffentlichen Nahverkehr und erledigte nur noch Dinge oder ging Aktivitäten nach, die zu Fuß erreichbar waren. „Der wichtigste und erste Schritt war, das Thema faktisch anzugehen, was über Angsthierarchie funktioniert, also Fragen besprechen wie: ‚wie wahrscheinlich ist es, sich in Bus und Bahn anzustecken‘ und Ähnliches,“ erklärt die Ergotherapeutin eine der üblichen Vorgehensweisen bei Angstpatient:innen. Die nächsten Schritte waren, blockierende Glaubenssätze zu betrachten, die Gedanken der Patientin ‚umzupolen‘ und Aktivitätsexperimente zu machen. Mithilfe der ergotherapeutischen Unterstützung gelang es der Patientin, kurze Fahrten von anfangs ein bis zwei Minuten auf mittlerweile einstündige Bahnfahrten auszudehnen. Ein Erfolg, der zu mehr Aktivität und Selbstwirksamkeit führt und auf den die Patientin genauso stolz ist wie die Ergotherapeutin.

Informationsmaterial zu den vielfältigen Themen der Ergotherapie gibt es bei den Ergotherapeut:innen vor Ort; Ergotherapeut:innen in Wohnortnähe auf der Homepage des Verbandes unter https://dve.info/service/therapeutensuche



Rückenschmerzen – Vorbeugen und das Leben (wieder) genießen
Prof. Dr. Tobias Erhardt gibt Interessierten gemeinsam mit Studierenden Hilfestellungen bei Rückenschmerzen an die Hand.

Bedingt durch Bewegungsmangel, sitzende Tätigkeit am Arbeitsplatz und zu wenig Sport leidet etwa eine von 20 Personen unter chronischen Rückenschmerzen. Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahr weiterhin verschärfen.

Prof. Dr. Tobias Erhardt ist Studiengangsleiter im ausbildungsintegrienden Bachelor-Studiengang Physiotherapie an der SRH Hochschule für Gesundheit. Gemeinsam mit seinen Studierenden möchte er diesem Trend etwas entgegensetzen. Daher wird am 9. Februar 2022 um 16:00 Uhr eine interaktive Online-Veranstaltung zum Thema „Rückenschmerzen – Vorbeugen und das Leben (wieder) genießen“ stattfinden.

Gesundheit im Fokus Zu Beginn der Veranstaltung wird Prof. Dr. Tobias Erhardt mit Studierenden der Physiotherapie des Campus Karlsruhe im Rahmen eines kurzen Rollenspiels eine Einführung in das Thema geben. Darin eingebettet wird ein kurzer theoretischer Abriss der Problematik sein, der den aktuellen Forschungsstand umfassen wird. Interessierten werden im Anschluss Übungen mitgegeben, die einfach in den Alltag zu integrieren sind. Es werden außerdem Verhaltens- und Handlungsmuster nähergebracht, die Rückenschmerzen vorbeugen oder diese mindern können.

Wir haben Ihr Interesse geweckt? Interessenten sind herzlich willkommen und melden sich bitte im Vorfeld kostenfrei unter events.hsge@srh.de oder direkt über die Webseite an.



Logopädie: Wie eine App den Heimalltag bereichert
BaSeTaLK: Die App soll unter anderem die Kommunikation unter Senior*innen fördern und so den Alltag in Pflege- und Senioreneinrichtungen bereichern.

Das Team des logopädischen Forschungsprojekts BaSeTaLK der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) und der Katholischen Hochschule Mainz (KH Mainz) erprobt eine App zur Förderung der Lebensqualität von Senior*innen in Pflegeeinrichtungen durch biographisch-orientierte Gespräche.

„Jetzt schaltet er sich rein, strahlt immer und sieht aus, als wäre er zehn Jahre jünger“, freut sich eine der ehrenamtlichen Gesprächsleiterinnen über die Entwicklung eines Heimbewohners während der Erprobungsphase der im Forschungsprojekt BaSeTaLK entwickelten gleichnamigen App. BaSeTaLK steht für Tablet-gestützte Biographiearbeit in Senioreneinrichtungen und wird in Zusammenarbeit der OTH Regensburg und der KH Mainz umgesetzt. Das Forschungsteam hat zum Ziel, mit der Entwicklung und Erprobung einer App den sozialen Austausch älterer Menschen in Pflege- und Senioreneinrichtungen zu fördern, das psychische Wohlbefinden zu steigern und die soziale Teilhabe von Heimbewohner*innen zu stärken.

Seit dem Frühjahr wurde die App in Einzel- und Kleingruppengesprächen mit Heimbewohner*innen aus Pflegeeinrichtungen der Regionen Regensburg und Mainz erprobt. Geleitet werden die Gespräche von Ehrenamtlichen, die zuvor im Umgang mit der App, aber auch mit Blick auf die Gesprächsführung oder Kenntnisse zur Biographiearbeit geschult wurden. „Die App beinhaltet 15 Themen, die wir als Orte bezeichnen – zum Beispiel der Wald, ein Kaufhaus, das Kino oder der Dom. Man betritt sozusagen gemeinsam einen Ort und findet dort verschiedene Impulse wie Fotos und Audio-Beiträge, die zur Reflexion des eigenen Lebens und zum gemeinsamen Austausch anregen. Zentraler Bestandteil sind zudem biographische Fragen, die in einfacher Sprache formuliert sind und in Verbindung mit den anderen Inhalten den Ehrenamtlichen als Moderationshilfe und Anregung dienen“, erklären Katharina Giordano und Vera Leusch, die im Projekt als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen tätig sind.

Im Fall des eingangs erwähnten Heimbewohners brachte der virtuelle Gang in den Dom nach einigen Wochen eine erstaunliche Wende, wie Vera Leusch durch die regelmäßigen Nachbesprechungen mit den ehrenamtlichen Gesprächsleiterinnen erfuhr. „Anfangs liefen die Gespräche in der aus zwei Bewohnern und einer Ehrenamtlichen bestehenden Kleingruppe wohl etwas zäh. Ausgerechnet im Dom – wo es unter anderem auch um das Thema Tod geht – habe der Bewohner allerdings viel mehr von sich erzählt, es wurden Gemeinsamkeiten, ähnliche Erfahrungen und Einstellungen entdeckt, so dass sich die Stimmung – trotz des nicht ganz leichten Themas – positiv entwickelte“, berichtet Vera Leusch. Inzwischen könnten die Gespräche für die Beteiligten gerne oftmals länger dauern als geplant und auch im Alltag sei untereinander mehr Kontakt entstanden.

Ob es sich bei dieser Entwicklung um einen Einzelfall oder einen generellen Effekt der App-Nutzung handelt, wird die Auswertung der Erprobungsphase in den kommenden Monaten zeigen. Hierzu werden Ergebnisse von Befragungen und Interviews mit den Beteiligten sowie Daten einer Kontrollgruppe, die die App nicht genutzt hat, ausgewertet. „Aus der Forschungsperspektive ist es natürlich spannend herauszufinden, inwiefern sich die Lebensqualität oder Aspekte wie depressive Verstimmung, Zufriedenheit und Kommunikation im Vergleich zur Kontrollgruppe durch die biographisch-orientierten Gespräche auf der Basis der App verändert haben“, erklärt Dr. Sabine Corsten, Professorin für Logopädie an der KH Mainz und Leiterin sowie Koordinatorin des Projekts. Biographiearbeit gewinne in der logopädischen Forschung und Praxis zunehmend an Bedeutung, ergänzt Corsten. „Häufig wird mit der Logopädie die Behandlung von Sprech- oder Sprachstörungen verbunden. Immer mehr Aufmerksamkeit erfährt jedoch auch das Schaffen oder Ermöglichen von Kommunikation im Sinne einer präventiven Maßnahme.“

Die Ergebnisse der Auswertungsphase werden voraussichtlich im Frühjahr 2022 vorliegen. Das Projekt BaSeTaLK endet im Sommer 2022 und wird mit rund 650.000 Euro über die Förderlinie FH-Sozial des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Perspektivisch soll die App nach Abschluss des Projekts für den Einsatz in Pflegeeinrichtungen und möglichen anderen Settings frei zur Verfügung stehen. „Auf Basis der Rückmeldungen aus der Erprobungsphase werden wir die App jetzt nochmal überarbeiten. Danach wird sie Open Source veröffentlicht, das heißt, dass der Quellcode der App mit allen Materialien wie Fotos und Hörgeschichten von Interessensverbänden, Institutionen oder auch Unternehmen frei genutzt werden kann. Damit hoffen wir, dass die App auch künftig älteren Menschen zugutekommen wird“, erklärt Dr. Norina Lauer, Professorin für Logopädie an der OTH Regensburg und Projektleiterin.